Freitag, der 2. September 2011:
Die Promo-Tour mit 64 Mitwirkenden geht endlich los. Meck-Pom, Brandenburg und Berlin wir kommen!
Start: Karlsruhe
Ziel: Bütow (zwischen Berlin und Rostock)
Auf dem langen Weg in Richtung Zielort steigen immer mehr Teenager zu. Der Bus wird voller, die Vorfreude steigt mit jedem Busstop mehr und mehr. Alle Teilnehmer und auch die Mitarbeiter sind geübte Adoniahasen, haben das Musical Bathseba schon mindestens viermal aufgeführt und doch kann man spüren, dass diese Tour anders und besonders sein wird...
Strenger Zeitplan: nur 1 statt 3 Probetage
Das Konzertprogramm mit Band, Theater und Tanz war den Teilnehmern schon bekannt. So war es möglich innerhalb eines Probetages (Samstag) das komplette Konzertprogramm wieder zusammenzusetzen. Einfach faszinierend wie Teilnehmer der verschiedenen Chöre aus Baden-Württemberg und Bayern nach nur kurzen Wiederholungen und Absprachen zusammen gesungen, getanzt, Theater und Instrumente gespielt haben! Die große Verantwortung der verkürzten Probezeit und anderen Programmänderungen waren den Teilnehmern bewusst und man konnte spüren wie sehr sie sich konzentrierten und ihr Bestes gaben. So blieb sogar nach den Proben noch freie Zeit übrig.
Promoaktionen
Adonia …mehr als Musik.
Ob auf der Straße, am Hafen oder vor dem Einkaufszentrum - wir haben es überall hin geschafft. So machten sich die Teenager (minus Technikteam, die das gesamte Technikmaterial schön platziert haben) mit ihren Adoniashirts in braun/blau beziehungsweise grün/grau auf zu Einladeaktionen in den einzelnen Konzertorten. Chorpodeste, Lautsprecher und Tanzklamotten wurden geschnappt und in Windeseile eine kleine „Bühne“ aufgebaut. Mit verschiedenen Liedern und Choreografien lockten die strahlenden Teens Leute an.
Dies forderte gleichzeitig auch die Teens heraus. Einfach so Fremde anzusprechen, sie für die Konzerte einzuladen und einen Flyer in die Hand zu drücken war manchmal gar nicht so leicht. Doch die meist freundlichen und interessierten Leute senkten nach und nach die Hemmschwelle. Durch diese Aktionen konnten außerdem einige Kinder zumindest einen kleinen Ausschnitt des Musicals am Nachmittag bestaunen, auch wenn sie nicht zum Konzert kommen konnten/durften.
Unbekannte Konzertorte und -besucher
In ganz Deutschland gibt es bereits Adoniacamps mit der Ausnahme des Nordostens. Das sollte sich ändern (: . Doch wie wird Adonia in einem adoniaunbekannten Gebiet mit adoniaunbekannten Leuten bekannt? „Das wird nicht so einfach werden.“ - Skepsis und Hoffnung vermischen sich. Adonia ging das Wagnis ein und schon im Voraus stand fest: Dies wird eine Tour sein wie es sie noch nie gegeben hat. Zuvor mussten allerdings noch einige Schwierigkeiten überwunden werden.
Hürde 1: Konzertorte (5) finden. Mit viel Gebet geschafft!
Hürde 2: In jedem Konzertort Gastfamilien, die noch nie etwas von Adonia gesehen oder gehört haben für die 80 Mitwirkenden finden. Geschafft!
Hürde 3: Konzertbesucher einladen und Werbung machen. Mit Hilfe von Werbung und Promoaktionen geschafft!
So kam es, dass sich in Rostock (Sonntag), Fehrbellin (Montag), Klink (Dienstag) und Berlin (Donnerstag & Freitag) jeweils zwischen 240-300 Konzertbesucher das Musical Bathseba ansahen. Fast überall waren die Plätze gut belegt und es herrschte eine super Stimmung im Saal. Die Resonanz der Zuschauer war toll, es gab viele Interessierte! Aus den Gastfamilien kam begeistertes Lob und Dankbarkeit für die schönen Konzerte. Gott hat viele Herzen berührt, Neues aufspringen lassen und zum Nachdenken angeregt - da können wir sicher sein. Ihm sei Lob und Dank dafür!
Aus verschiedenen Chören einen Chor formen und Konzerte geben.
Gerade der geschichtliche Hintergrund (DDR) und die Tatsache, dass es im Nordosten Deutschlands bei Weitem nicht so viele Christen wie im Süden gibt, hat uns zum Nachdenken gebracht. Für einige Menschen war so ein Konzert, ein Lied auf der Straße oder eine Übernachtung in ihrem Heim vielleicht die einzige Möglichkeit von Jesus zu erfahren. Das ist auch genau der Grund warum Adonia dort Camps beginnen möchte. Damit noch viele viele mehr von Jesus und seiner erlösenden Botschaft erfahren können. Die direkte Konfrontation mit dieser an manchen Stellen, anderen „Kultur“ hat uns noch einmal zusätzlich zusammengeschweißt und wir fühlten uns wirklich von Gott gebraucht und dort eingesetzt, wo es nötig ist!
Man konnte es kaum glauben, dass aus 11 verschiedenen Chören ein neuer Chor entstanden war. Innerhalb kürzester Zeit haben sich die Teens an ihre neuen „Kollegen“ gewöhnt und untereinander Freundschaften geschlossen. Dies war nicht nur im Miteinander, auf den Busfahrten und den Gebetsgemeinschaften zu spüren, besonders auch auf der Bühne. Sie haben gestrahlt, gesungen, Theater gespielt, getanzt und Musik gemacht……..
Diese Konzerte waren für die Teilnehmer etwas besonderes und es hat ihnen Freude gemacht ein Teil dieses Projekts zu sein. Adonia, nicht nur in Süd und Norddeutschland sondern eben auch im Osten unseres Landes und in der Hauptstadt.
„Unser Land braucht neuen Glauben, die Vision der neuen Welt. Ohne Gott fehlt uns die Hoffnung, die im Leben wirklich zählt…“ Mit der Adoniahymne verabschiedeten wir uns wie üblich von den Zuschauern. Doch diese Tour hat vielen von uns noch einmal einen anderen Blick von unserem Land gegeben, sodass wir diese Worte in Zukunft vielleicht nicht mehr „wie üblich“ singen werden…


